Neuer Stil: Katy Perry erinnert jetzt an David Bowie.

Neuer Style, neuer Sound: Mit «Witness» wird Katy Perry ein Stück erwachsener. Aber sie könnte noch einen Schritt weiter gehen.

Die Künstlerin

«I Kissed A Girl», «California Gurls», «Dark Horse», «Firework». Die Liste der Hits von Katy Perry könnte noch beliebig weitergeführt werden. Die Hitparade ist schon fast ihre Heimat – obwohl sie noch immer auf einen Grammy warten muss. Die 32-jährige Pastorentochter hat es seit ihrem Debütalbum «One Of The Boys» aus dem Jahre 2008 bis ganz oben geschafft, in dieselbe Liga wie Beyoncé, Lady Gaga und Taylor Swift. Mit «Teenage Dream» konnte sie sogar einen Rekord von Michael Jackson egalisieren: Ganze fünf Songs daraus schafften es auf den ersten Platz der US-Billboard-Charts. Das schaffte keine Frau zuvor. Unvergessen bleibt ihr Auftritt am Super Bowl 2015.

Das Album

Bislang ging Perry mit ihrer Musik immer auf Nummer sicher: Eingängige Melodien, Pop, der nicht überraschte. Aber das soll sich ändern: «Es ist definitiv eine neue Ära für mich. Die Ära des gehaltvollen Pop», sagte Katy Perry in einem Interview mit «E! News». «Es ist ein 360-Grad-Befreiungsschlag: mentale, sexuelle, negative und spirituelle Befreiung.» Einen ersten Vorgeschmack gab es mit «Chained to the Rhythm», ein Song, der sich angeblich um die Wahl Trumps dreht: «So comfortable, we’re living in a bubble.» Musikalisch jedoch noch vom üblichen Perry-Sound geprägt, ging es mit «Bon Appétit» und «Swish Swish» neue Wege: Club-Musik und House-Klänge hielten Einzug in Perrys Songs. Auf dem fertigen Album sind 15 Songs vorhanden, alle Kollaborationen wurden bereits veröffentlicht.

Anspieltipps

Déjà-vu – Ruhiger Popsong mit House-Elementen, passt zu einem ruhigen Sonntagnachmittag, sowie zu einer Partynacht.
Roulette – Pop-Song im Stil der Achtziger: Die Synthesizer machen den Refrain perfekt.
Swish Swish – Der Song für den Club. House-DJ und Produzent Duke Dumont bringt den überraschendsten Song des Albums.

Urteil

Nach dem ganzen Hype um das neue Album von Katy Perry waren die Erwartungen natürlich gross. Deshalb ist es auch schwierig, diese zu erfüllen. Katy hatte vorab schon drei Songs veröffentlicht, die zu den besten des Albums zählen. Ein Nachteil, wenn Hörer auf diesem hohen Niveau starten und danach das Album mit diversen Füller-Songs hören. Trotzdem ist beim neuen Album sowohl für Fans des altbekannten Perry-Sounds, als auch für Fans der neuen Perry etwas dabei. Ein gutes Album, aber nicht das Album des Jahres.

Witzig: Zur Promotion des neuen Albums lässt sich Katy Perry drei Tage lang im «Big Brother»-Stil beobachten.

 

Katy Perry live

Mit dem Albumrelease gingen auch die Tickets für das Zürcher Konzert am 1. Juni 2018 in den Verkauf. Perry wird «Witness: The Tour» im September in den USA starten und im nächsten Jahr ins Hallenstadion kommen.

KATY PERRY
01.06.2018, Hallenstadion Zürich
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