Disney in Concert - Die Eiskönigin 2018
Mit Pauken und Trompeten: «Die Eiskönigin» wird live vertont.

Mit der Originalversion von Hans Christian Andersen hat «Die Eiskönigin» fast nichts mehr zu tun. Jetzt kommt der erfolgreichste Animationsstreifen aller Zeiten ins Hallenstadion – begleitet von einem Symphonieorchester.

Disney ist sich Erfolg gewohnt: Seit 1923 scheffelt die von den Brüdern Walt und Roy O. Disney gegründete Firma Geld mit Kinderfilmen. Jahresumsatz 2016: 55,6 Milliarden Dollar. Doch der Erfolg des Films «Die Eiskönigin» (Originaltitel: «Frozen») ist auch für den Konzern aus Burbank, Kalifornien, aussergewöhnlich. Sogar mehr als das. «Frozen» ist mit einem Einspielergebnis von rund 1,2 Milliarden Dollar der neunterfolgreichste Film aller Zeiten und der erfolgreichste Animationsfilm überhaupt. 4,7 Millionen Zuschauer haben ihn gesehen. Nicht nur das Publikum liebt den Streifen aus dem Jahr 2013, auch die Hohepriester der Filmkunst ehrten das Werk: Der Film heimste Oscars für den besten Animationsfilm und den besten Filmsong («Let It Go») ein.

Geplant bereits anno 1937, umgesetzt erst 2013

Bereits 1937 war eine Adaption von Hans Christian Andersens «Die Schneekönigin» ein Thema. Doch sie wurde immer wieder verschoben. Disney wartete bis zum Jahr 2013, um den klassischen Stoff des dänischen Schriftstellers zu verfilmen.

Das Märchen erzählt von der furchtlosen Königstochter Anna, die sich gemeinsam mit ihren Gefährten aufmacht, das Königreich Arendelle aus den Händen ihrer Schwester, der Schneekönigin Elsa, zu befreien. Zusammen mit Kristoff, Rentier Sven und dem warmherzigen Schneemann Olaf stellt sich Anna den Naturelementen und magischen Hindernissen, bevor sie und Elsa wiedervereint sind und der böse Zauber gebannt ist.

Bis zur Fortsetzung dauert es allerdings nicht mehr so lange. Im November 2019 soll «Frozen 2» in die Kinos kommen. Wer nicht bis dann warten will, geht am 23. März ins Zürcher Hallenstadion. Dort wird der Film in der deutschen Fassung auf einer gigantischen Leinwand gezeigt, und ein Symphonieorchester spielt live die Musik dazu – inklusive der bekannten Melodien, gesungen vom Chor Neue Wiener Stimmen und von versierten Solisten.

In «Die Eiskönigin» spielt die Musik eine Hauptrolle. Denn die Schneekönigin war in der ursprünglichen Drehbuchfassung herzlos und gefühlskalt – wie in Andersens Märchen. Doch dann schrieben zwei berühmte Broadway-Komponisten den Titelsong «Let It Go» und verwandelten Elsa in eine verletzliche, missverstandene junge Frau. Den Verantwortlichen gefiel diese Wendung so gut, dass sie flugs das ganze Drehbuch umschrieben.

Dieser Beitrag erschien zuerst im SonntagsBlick.

DISNEY IN CONCERT – DIE EISKÖNIGIN
Fr 23. März 2018, Hallenstadion Zürich
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