Circus Knie 2016 Smile David Larible
David Larible

Die diesjährige Tournee des Circus Knie steht unter dem Motto «Smile». Nicht nur für Lacher ist im aktuellen Programm gesorgt. Für Begeisterung sorgen auch die Pferdedressuren der Familie Knie, Artisten, Akrobaten und der Star David Larible (58) mit seinen beiden Kindern.

Schon zum zweiten Mal nach der Tournee 2014 begleitet der italienische Clown den Circus Knie durch die Schweiz: «Dieses Mal haben die Leute noch höhere Erwartungen, da sie mich schon kennen», sagt er. «Es ist wie bei einem Abendessen. Wenn die Gäste das zweite Mal kommen, weiss man schon, welchen Wein sie mögen.»

Larible reist nicht alleine: Mit in der Manege stehen auch Tochter Shirley (26) und erstmals David junior (18). «Ich probe für diesen Auftritt schon elf Jahre», sagt David junior. Er hat im Alter von sieben Jahren sein Talent für die Jonglage entdeckt und ist nun zum ersten Mal Teil einer grossen Zirkustournee. «Das ist mein erstes grosses Engagement, also mein erster grosser Auftritt», sagt er stolz. Seine grosse Schwester Shirley war, genauso wie ihr Vater, schon bei der Knie-Tournee 2014 mit dabei: «Ich liebe das Zirkusleben. Ich fühle mich in einem Wohnwagen neben einem Zirkus zu Hause. Es ist einfach ein anderes Lebensgefühl.» Im Programm ist sie in einer waghalsigen Nummer in einem Netz an der Decke zu sehen. «Dabei bin ich nicht gesichert, es dürfen keine Fehler passieren», erzählt sie. Vater David stockt jedes Mal beim Zusehen der Atem: «Aber wir sind im Zirkus ja nicht verrückt, sondern vorbereitet.» Er war es auch, der das Beste aus seinen Kindern herausholen wollte. «Du willst nicht, dass deine Kinder ‹nur› gut sind», erzählt er. Zudem hätten die beiden noch einen besonderen Druck: «Die Leute erwarten viel von meinen Kindern, da sie schon einen bekannten Artisten-Nachnamen haben.»

Vom Grossvater bis zur Enkelin sind alle dabei

Mit Fredy junior (69) und seiner Frau Mary-José, Tochter Géraldine (46) und ihrem Mann Maycol Errani (30) und den Enkeln Ivan Frédéric (14) und Chanel Marie (4) stehen gleich drei Generationen der Zirkusdynastie Knie in der Manege. Den zentralen Punkt bilden dabei die Tiere: Pferde, Ponys, Zebras, Lamas und Kamele zeigen Kunststücke und beeindrucken nicht nur die Kinder. Es ist die erste Tournee ohne die Elefantennummer: Franco Knie konzentriert sich künftig auf den Kinderzoo in Rapperswil, und Franco Knie junior ist als technischer Leiter des Zirkus beschäftigt und für die Begrüssung und Verabschiedung des Publikums zuständig.

Neben Artisten aus der Ukraine, China und Nordkorea steht auch das Diabolo-Duo TwinSpin aus Deutschland in der Manege. Die beiden Berliner lernten sich bei einem Auftritt in Belgien kennen und treten seit drei Jahren zusammen auf. «Wir sind total gespannt auf das Zirkusleben, das ist unsere erste grosse Tournee», sagt Lukas Stelter (21). «Wir haben extra dafür den Fahrausweis in der Kategorie B gemacht, damit wir mit unseren Wohnwagen im Schlepptau von Ort zu Ort fahren können.» Zum Diabolo sind sie durch ihr Hobby gekommen, sagt Benno Jacob (30). «Wir haben beide die Artistenschule in Berlin absolviert. Dort konzentrierten wir uns aufs Diabolo, um richtig gut zu werden.» Und das wurden sie: Gekonnt lassen sie die Diabolos durch die Manege fliegen, jonglieren sie sie sich gegenseitig zu und spielen sie mit so vielen Diabolos wie möglich. Auf die 41 Tourstopps sind sie gespannt: «Wir haben gehört, dass es in Bern, Luzern und Lausanne besonders schön sein soll.»

Die Schweiz werden die 45 Artisten von den verschiedensten Seiten kennenlernen, sie haben aber wenig Zeit dafür, denn an 250 Tagen sind sie unterwegs und geben an 214 Tagen 344 Vorstellungen. «Das Artistenleben ist harte Arbeit», erzählt David Larible. Dafür hat er einen umso schöneren Lohn: das Lachen der Zuschauer.

CIRCUS KNIE
Tournee 2016
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