Foto vom Testspiel FC Luzern - SC Kriens am 28. Juni: Christian Schwegler (Luzern) gegen Daniel Fanger (Kriens) (Foto: Martin Meienberger/freshfocus)

Die erste Runde im Schweizer Fussball-Cup ist jeweils das Aufeinandertreffen der Profi-Klubs auf die Amateur-Vereine. Die Grossklubs reisen in die Provinz, siegen dort für gewöhnlich problemlos und ziehen im Cup-Tableau eine Runde weiter.

In diesem Jahr steckt in den Startpartien aber jede Menge Zunder: Gleich in zwei Städten kommt es zu einem echten Derby. Zum einen empfängt der FC Breitenrain die Berner Young Boys (die beiden Stadien liegen einen Kilometer Luftlinie auseinander), zum anderen tritt der FC Luzern beim Luzerner Stadtteil Kriens an.

Vor allem das Luzerner Derby FCL gegen den SC Kriens hat Tradition. In den 90-er und 2000-er-Jahren gab es das Duell in der Nationalliga A resp. Super League und der Challenge League insgesamt 14 Mal. Im Cup traf man einmal aufeinander.

Und der Blick in die Datenbank zeigt Erstaunliches, zumindest wenn man die Heimstatistik des heutigen Promotion-League-Klubs begutachtet: Der SCK besiegte in der Meisterschaft den grossen Bruder FCL im heimischen Kleinfeld fünfmal, einmal spielte man Remis und nur einmal gewann Luzern. Im Cup sieht es aus Krienser Sicht leider anders aus: Der FCL machte da 2006 in der 2. Runde kurzen Prozess mit den Kriensern, siegte mit 4:0. Kommt hinzu, dass der SC Kriens in der diesjährigen ersten Runde auf dem Papier zwar die Heimmannschaft ist, durch den Umbau des Kleinfelds die Partie aber in der Luzerner Swissporarena ausgetragen wird.

Mut geben dürfte dem Underdog Kriens die Testpartie gegen den FCL von Ende Juni. Da trennten sich die beiden Luzerner Stadtklubs mit 3:3.

Noch besser sieht es in dieser Sinne für Breitenrain im Berner Stadtderby aus: Die Breitenrainer bezwangen den Super-Ligist YB in einem Testmatch im Juni mit 1:0. Die Favoriten sind also schon einmal gewarnt.

HELVETIA SCHWEIZER CUP 2017/18
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