Vorbereitung: Nati-Trainer Patrick Fischer spricht zur Mannschaft in der Tissot-Arena.

Bevor die Schweizer Eishockey-Nati im finnischen Karjala-Cup antritt, steht ihr ein grosses Testspiel bevor. Und der Gegner ist alles andere als leicht.

Jahrelang mussten sich die Schweizer Eishockey-Fans bei den Test-Länderspielen mit den immer gleichen, wenig prickelnden Gegnern zufrieden geben. Ein weiteres Mal gegen die Slowakei, dann wieder gegen Weissrussland, Frankreich, Norwegen oder im besten Fall ein Duell gegen Deutschland.

Doch in diesem Jahr sieht es plötzlich anders aus. Die Nati darf vom 8. bis 12. November beim angesehenen finnischen Länder-Turnier Karjala-Cup mitspielen und kann sich dabei mit den Grossen des Welteishockeys messen.

Damit nicht genug. Zum Auftakt tritt die Mannschaft von Patrick Fischer, bevor es dann in Helsinki mit den Spielen gegen Tschechien und Russland weitergeht, zu Hause in Biel gegen Kanada an.

Weil im Februar im südkoreanischen Pyeongchang erstmals seit 1998 wieder Olympische Spiele ohne NHL-Profis stattfinden werden, haben die Testspiele stark an Bedeutung gewonnen. So begannen die Kanadier schon im Hochsommer damit, mit zwei Turnieren in Russland an ihrem Olympia-Kader zu schmieden. Dabei hatten auch in der Schweiz beschäftigte Spieler wie Mason Raymond, Andrew Ebbett, Maxim Noreau (alle Bern), Jacob Micflikier, Marc-Antoine Pouliot (beide Biel), Cory Emmerton (Ambri) und David McIntyre (Zug) Gelegenheit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Dabei konnten sich Micflikier, Noreau und Raymond als Torschützen auszeichnen, wobei Letzterer gegen das KHL-Team Metallurg Magnitogorsk gleich doppelt traf und mit einem Spektakeltreffer für Aufsehen sorgte. Der Flügel erwischte den Goalie mit einem «Airhook», in dem er die Scheibe an der Stockschaufel klebend von hinter dem Tor unter die Latte zog. Gibt es auch in Biel, wenn möglich gar von den Schweizern, solche Kunststücke zu sehen?

EISHOCKEY LÄNDERSPIEL SCHWEIZ – KANADA
8. November 2017, Tissot Arena Biel
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