Evanescence 2018
Amy Lee (Mitte) war 14 Jahre alt, als sie die Band Evanescence mitgründete.

Mit den Songs «My Immortal» und «Bring Me to Life» schaffte Evanescence 2003 den Durchbruch. Nun tourt die Band mit ihrem neuen Album «Synthesis» um die Welt und freut sich auf einen (Shopping-)Halt in der Schweiz.

Hinter «Synthesis» versteckt sich weit mehr als nur die Fusion zwischen einem symphonischem Orchester und elektronischer Musik, wie man das von Evanescence bisher kennt. «Mit dem Album wollen wir unsere Geschichte wiedererzählen und auch neue Elemente betonen. Es geht also auch um die Vergangenheit und die Zukunft», erzählt Amy Lee, Gründungsmitglied von Evanescence.

Evanescence (engl. von lat. evanescere: dahinschwinden)

Für ihre Gründung im Jahr 1995 suchte die Band einen Namen, der ihre Einmaligkeit beschreibt und den man nicht mit etwas bereits Vorhandenem assoziiert. So entschieden sie sich für Evanescence (engl. von lat. evanescere: dahinschwinden) und bewiesen damit Einzigartigkeit. Der visuelle Aspekt war zunächst das Einzige, das Amy mit dem Namen Evanescence verband. Über die Jahre hat der spezielle Name jedoch an Bedeutung zugenommen und widerspiegelt nicht nur Amys Karriere, sondern auch ihre Beziehung zur Band.

«Es gibt viele Momente, die ich beim Zurückschauen auf meine Karriere ändern würde», gibt Amy zu. Doch schliesslich sei es wie beim Aufwachsen: «Man realisiert immer wieder aufs Neue, was man besser machen kann und was man falsch gemacht hat». Fehler zu machen und daraus zu lernen sei aber ein Teil des Aufwachsens. «Ich habe definitiv aus meinen Fehlern gelernt.»

«Komponieren ist überirdisch»

«Kommerzialität war schon immer ein Feind der Kunst.»

Songs zu schreiben hat für Amy etwas Übernatürliches an sich. Um diese überirdischen Einflüsse empfangen zu können, muss man sich öffnen und das auch zulassen. So entstand auch der Song «Hi-Lo» auf dem neuen Album «Synthesis», bei dem die Geigerin Lindsey Stirling zu hören ist, die man vor allem durch ihre eher lustigen Crossover-Projekte kennt. Lindsey sei eine natürliche Wahl gewesen. «Das Solo kam von ihr. Sie hat dieses Meisterwerk kreiert», schwärmt Amy und fügt an: «Ich respektiere sie als Musikerin und ich denke, unsere Musik ist in vielen Ansichten sehr ähnlich.» «Kommerzialität war schon immer ein Feind der Kunst», ist sich Amy sicher. «Meiner Meinung nach ist es nicht viel anders als in meiner Kindheit.» Es gäbe immer noch Leute, die Musik machen, die einen etwas spüren lassen, und jene, deren Ziel es ist, damit Geld zu verdienen. Trotzdem meint Amy, dass es schwierig ist, den gesamten Mainstream-Pop an sich zu hassen. «Wir haben Zugang zu so viel mehr Musik als früher. Das ist hauptsächlich ein Segen.» Auf die Schweiz freut sich Amy besonders. «Neben der wunderschönen Landschaft und den freundlichen Leuten kann ich es kaum erwarten, in der Schweiz shoppen zu gehen. Ihr habt die tollsten Boutiquen.»

EVANESCENCE «Synthesis Live with Orchestra Zürich»
Di 20. März 18, Samsung Hall Zürich
TICKETS

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