Mit ikonischen Songs und einer gängigen Storyline begeistert «Fame» seit Jahrzehnten weltweit. Jetzt kommt die englischsprachige Originalproduktion in die Schweiz. Natürlich mit den obligaten Beinwärmern.

Was hatten Liza Minnelli, Al Pacino und Jennifer Aniston auf ihrem Weg zum Erfolg gemeinsam? Sie alle waren Schüler der renommierten High School of Performing Arts, kurz P.A, die 1980 mit dem Film «Fame» weltbekannt wurde. Auf diesem Film basiert «Fame – The Musical», das die Geschichte von den Hochs und Tiefs einer Handvoll Studentinnen und Studenten der P.A.-Highschool erzählt.

Trotz ihrer Konflikte finden Iris und
Tyrone immer wieder zueinander.

Die Show startet mit einer schallenden Stimme aus dem Nichts: «Danke … der Nächste, bitte». Abwechselnd präsentieren nervöse Teenager ihre gelernten Stücke auf der Bühne. Der grosse Tag ist da: die Aufnahmeprüfung. Manche werden es schaffen, für andere platzt schon an dieser Stelle der Traum. Zu den erfolgreichen Schülern gehört Iris, eine perfektionistische Ballerina, die in einer Hassliebe zu dem rebellischen Hip-Hop-Tänzer Tyrone hin und her schwankt.

Auch dabei ist Nick, ein seriöser Schauspieler, der seinen Gefühlen für seine Schulkollegin Serena lange zu widerstehen versucht. Ausserdem lernt man die selbstbewusste Carmen kennen, die mit dem Oscar-prämierten Ohrwurm «Fame, I’m Gonna Live Forever» ihren unhaltbaren Ehrgeiz beschwört. Talent und Ambition sind aber nicht genug. Um die Klasse auf die gnadenlose Zukunft als Künstler vorzubereiten, ist die strenge Miss Sherman (gespielt von Mica Paris) da. Nur diejenigen, die am härtesten arbeiten, werden sich durchsetzen können.

«Oft kommen Zuschauer mehrere Male in die Show, um sich in die individuellen Geschichten der Charaktere zu vertiefen», erzählt uns Jorgie Porter. Ihr Co-Darsteller Keith Jack (Nick) fügt hinzu: «Viele, die ‹Fame› noch nicht kennen, denken vorerst an bunte Beinwärmer und energetische Tanzszenen. Die gibt es natürlich, aber die Show bringt einen nicht nur zum Tanzen, sondern rührt genauso zu Tränen.»

Alan Parker, der Regisseur des Films, wollte tatsächlich, dass man den Titel «Fame» ironisch interpretiert, denn die Geschichte zeigt, dass sich hinter diesem Traum auch Dunkles versteckt. Neben den eingängigen Songs wagt sich die Show an Themen, mit denen viele junge Leute konfrontiert werden wie Identitätskrisen, Drogenmissbrauch und sogar Selbstmord. «Das Musical war in den Achtzigerjahren einzigartig, weil es sich mit komplexen Themen befasst, die in dieser Art und Weise vorher nicht diskutiert wurden», sagt Jack. «Heute sind die Themen immer noch genauso relevant – und es ist wichtig, darüber zu sprechen.»

Fame – The Musical
08.05.2019 – 26.05.2019, Maag Halle Zürich
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Wir haben die Hauptdarsteller Mica Paris, Jorgie Porter und Keith Jack vorab zum Interview getroffen. Das Ergebnis gibt’s hier: 

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