Schweizer Handball-Nationalmannschaft 2016

Zehn Jahre ist es her, dass sich die Schweiz auf der grossen Handball-Bühne mit den Besten messen konnte. Seit der Heim-EM 2006 scheiterte die Nati Jahr für Jahr in der Qualifikation für Welt- und Europameisterschaften. Nun soll endlich Schluss sein mit dem internationalen Schattendasein. «Bis spätestens 2020 wollen wir wieder an ein grosses Turnier», lautet die Vorgabe von Nati-Coach Michael Suter.

Die nächste Chance bietet sich schon in diesem Herbst in der Quali zur EM 2018 (in Kroatien). Allerdings ist das alles andere als eine leichte Aufgabe, denn als Gruppengegner warten neben Aussenseiter Portugal der amtierende Europameister Deutschland sowie Slowenien, das ebenfalls seit Jahren zu den Top-Nationen in Europa gehört.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Schweizer Nati im Umbruch befindet. Die Lücken, die durch die Rücktritte zahlreicher Routiniers entstanden sind, müssen durch junge Spieler gefüllt werden.

Nicht nur deshalb ist Suter, der im Frühjahr die Nachfolge des glücklosen Rolf Brack antrat, der richtige Mann am richtigen Platz. Als Nachwuchs-Coach des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) führte er die U19- und U21-Auswahlen in den letzten sechs Jahren erfolgreich an acht grosse Turniere. «Das bringt Perspektiven mit sich», sagt Suter.

Wie weit die jungen Wilden jetzt schon sind, sollen sie am 2. November beim Quali-Auftakt in Slowenien sowie vor allem am 5. November beim mit Spannung erwarteten Heimspiel gegen Deutschland im Zürcher Hallenstadion (17.45 Uhr) zeigen. Bis zu 11’500 Zuschauer könnten dann sogar für eine Rekordkulisse in der Schweizer Handball-Geschichte sorgen. Die richtige Bühne für einen sportlichen Exploit ist damit gegeben.

HANDBALL EM-QUALIFIKATIONSSPIEL
05.11.16, Hallenstadion Zürich
TICKETS

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