Housch-ma-Housch
Housch-ma-Housch vor dem Circus Knie.

Die Familie Knie geht in diesem Jahr mit dem Programm «Wooow!» auf Tournee. Wir haben die diesjährigen Stars der Manege auf dem Zeltplatz in Rapperswil getroffen und mit ihnen über ihr Zirkusleben gesprochen.

Jason Brügger
Jason Brügger in der Manege – er fliegt als Ikarus durch das Zirkuszelt.
Im kanadischen Montreal besuchte er die Zirkusschule. (Bilder: Katja Stuppia)

Jason Brügger: Ein Ikarus mit Mops
Schon nachdem Jason Brügger (24) im letzten Jahr die SRF-Show «Die grössten Schweizer Talente» gewann, sprach er von seinem nächsten grossen Traum: der Manege des Circus Knie. Und schneller, als er es sich erhoffte, wurde dieser Traum wahr. «Ich war als Kind im Jugendzirkus, darum war es für mich immer das Grösste, den Circus Knie zu besuchen», erzählt der Basler. «Jetzt selbst hier in der Manege zu stehen, ist unglaublich.» Für seine Nummer an den Strapaten ist viel Vorbereitung nötig: «Ich muss täglich trainieren, von der Show alleine bleibt man nicht neun Monate fit», erklärt er. «Vor der Show wärme ich mich eine Stunde auf, hinzu kommen ein bis zwei Stunden tägliches Training.»

Als Ausgleich zum Zirkusleben hat Brügger sich kurz vor Tourneestart einen Mops zugelegt: Bombo. «Mit ihm kann ich die verschiedenen Tourstops beim Spaziergang erkunden, das ist cool!» Eigentlich wollte er immer einen belgischen Schäferhund haben, aber «wenn man unterwegs ist, braucht man halt einen kleinen Hund. Sonst wird der Platz im Wohnwagen knapp».

Für seine Nummer in über zehn Metern Höhe ist absolute Konzentration und Körperbeherrschung gefragt. Und die Tage sind lang, Schlaf kann manchmal zu kurz kommen, erzählt der junge Artist: «Vielleicht liegt ein Ausgangsabend trotzdem Mal drin, einfach ohne Kater!»

Housch-ma-Housch
Führt durchs Programm: Housch-ma-Housch steht so oft wie kein anderer in der Manege. Auch privat ist er eine Frohnatur. (Bilder: Katja Stuppia)

Housch-ma-Housch: Der lustige Faden durchs Programm
Er steht öfter in der Manege als jeder andere: Housch-ma-Housch. Der Komiker mit ukrainischen Wurzeln wurde schon zum zweiten Mal vom Circus Knie engagiert, zum ersten Mal ist er jetzt das Aushängeschild der gesamten Tournee. «Damals war ich nur für zehn Tage dabei. Jetzt kann ich die ganze Atmosphäre viel besser erleben», schwärmt er. «Es herrscht ein sehr angenehmes Klima, alle sind sehr kreativ. Das gefällt mir.» Da Housch-ma-Housch durch das ganze Programm führt, steht er mehr als jeder andere Artist in der Manege. «Darum sind meine Tage sehr lang», erzählt der 45-Jährige. Trotzdem hat er keinen Stress: «Wie ich entspanne? Ich bin doch gar nicht angespannt!»

Leandro Zeferino
Waghalsig: Leandro Zeferino schwingt seine Partnerin Ursula Rossi auf Rollschuhen im Kreis. (Katja Stuppia)

Duo Skating Flash: Durchgedrehtes Ehepaar
Er dreht sich im Kreis, sie sich in alle Richtungen: Das Duo Skating Flash, bestehend aus Ursula Rossi (30) und Leandro Zeferino (34), präsentiert auf einer drei Meter hohen Plattform Artistik auf Rollschuhen und nutzt die Fliehkraft für Kunststücke. Für das Paar aus Barcelona ist das Knie-Engagement gleichzeitig der erste Besuch in der Schweiz: «Wir müssen unbedingt irgendwann Ski fahren», meint Leandro. «Wir dürfen uns zwar nicht verletzen, aber dann fahren wir halt auf der einfachen Piste.» Anders sieht es seine Partnerin Ursula: «Ich kann den Sommer kaum erwarten. Die Schweiz bei Sonnenschein und warmen Temperaturen zu erkunden, wird sicher toll!»

Cesar
Cesar mit seiner ganzen Familie.

Cesar Dias: Der Papi ist ein echter Showman
Cesar Dias (33) ist der Showman des diesjährigen Programms. Seine Komik kombiniert er mit Eleganz und setzt auf die Interaktion mit dem Publikum. Und sogar mit seiner Singstimme kann der Portugiese das Publikum überzeugen, obwohl beim Auftritt einiges schiefläuft.

«Das Gute ist, dass ich für meine Nummer nicht in Form bleiben und ständig trainieren muss», sagt Cesar. «So habe ich viel mehr Freizeit als andere Artisten.» Diese Zeit verbringt er mit seiner Familie: «Sie begleiten mich auf der kompletten Tournee.» Seine Kinder Alice (9) und Melanie (7) werden zu Hause unterrichtet, Mutter Vera (37) ist immer dabei.

Zirkus mit Wow-Effekt
Das diesjährige Programm des Circus Knie steht ganz im Zeichen des Staunens. Der Programmtitel «Wooow!» zieht sich durch die ganze Show, Komiker Housch-ma-Housch benutzt ihn als wiederholendes Element. Tiernummern sind traditionell ein fester Bestandteil des Programms: Pferde, Ponys, Kamele und Ziegen hören auf die Befehle der Familie Knie, sogar die sechsjährige Chanel zeigt erste Dressurnummern. Abgerundet wird das Programm mit Jonglage, Komik, Balance-, Akrobatik- und Rollschuhnummern.

CIRCUS KNIE – «Wooow!»
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