Laura Pausini 2016
Die «Vogue» hat ihr ein Style-Tagebuch gewidmet: Laura Pausini / Bildcredit: Omar Cruz

Sie ist die schönste Melancholikerin und Italiens erfolgreichster Gesangsexport seit Adriano Celentano: Laura Pausini (42) im Klischee-Check.

Dolce far niente: Nix da! Die 42-jährige Sängerin ist nicht ohne Grund Italiens beliebteste Cantante. Laura Pausini ist bienenfleissig: zwölf Studioalben seit ihrem Durchbruch mit dem Song «La Solitudine» («Die Einsamkeit») im Jahr 1993, sechs Kompilationen und Livealben und neun Touren. Ausserdem sitzt sie von Italien über Spanien bis nach Mexiko in TV-Showjurys und nimmt auch mal Duette mit Superstars wie Kylie Minogue (48) auf. Der Einsatz lohnt sich: Pausini hat sich seit ihren Anfängen als kleines Mädchen von Ravenna, das mit ihrem Pianistenvater in Bars auftrat, ein geschätztes Vermögen von über 20 Millionen Franken ersungen. Eine Riesenleistung, insbesondere weil es ihr nie recht gelungen ist, auch den englischsprachigen Raum zu erobern. Dafür lieben sie die Latinos: Sie nimmt Lieder in Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Katalanisch und Französisch auf.

Pizza & Pasta: Na klar! Trotz stromlinienförmiger Figur isst die Sängerin komplett klischeegerecht italienisch. Der Beweis: Für Pastahersteller Barilla dreht sie seit Jahren Werbespots. Und dem Klatschmagazin «Gala» hat sie ihr liebstes Pizzarezept verraten. Mit Speck, Büffelmozzarella, Cherrytomaten und Sardellen.

La Moda: Und wie! Dass die Italiener gut angezogen sind, ist sprichwörtlich – das gilt auch für Pausini. Den Ritterschlag erteilt ihr 2014 die italienische «Vogue». Sie widmet ihr ein exklusives Style-Tagebuch, unzählige Blogs verfolgen minutiös, was die Sängerin zu welchem Anlass trägt.

Mafia: Leider ja. Auch Pausini leidet unter den kriminellen Strukturen ihrer Heimat: Vor einem Konzert in Lecce erschossen am 2. August 2012 Mafiosi einen ihrer Arbeiter für den Bühnenaufbau. Pausini musste das Konzert erschüttert absagen – und kämpft indirekt gegen die Mafia, indem sie entsprechende Charityeinrichtungen unterstützt – neben internationalen Wohltätigkeitsorganisationen. Insgesamt 36 sind es an der Zahl.

Mamma mia: Ma sicuro! Aber fast hätte es mit dem Kinderglück nicht geklappt: 2013 verriet Pausini dem Magazin «Vanity Fair», dass sie trotz Wahnsinnskarriere jahrelang zutiefst traurig war: Sieben Jahre habe sie erfolglos versucht, schwanger zu werden. Dass es im Jahr 2012 dann doch geklappt hat, bezeichnet Pausini als «ein Wunder». Tochter Paola kam im Februar 2013 zur Welt. Die Kleine reist zusammen mit Papa, Gitarrist Paolo Carta (53), und ihrem stimmgewaltigen Mami derzeit bereits zum dritten Mal um die Welt.

LAURA PAUSINI – FIFTH HARMONY
20.10.16, Hallenstadion Zürich
21.10.16, Arena Genf
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