Mary Poppins kommt nach Zürich: Super-Nanny hebt ab

Supercalifragilisticexpialigetisch! Mary Poppins, das beliebteste Kindermädchen der Welt, ist im Anflug – und wird rund sechs Wochen lang in Zürich gastieren.

London, 17 Cherry Tree Lane, anno 1910: Die Banks, eine Familie der oberen Mittelschicht, sucht verzweifelt ein neues Kindermädchen. Die Vorgängerinnen kamen mit den beiden Kindern, den Rabauken Jane und Michael, einfach nicht klar.

Also muss eine Super-Nanny her. Doch die meisten Bewerberinnen sind zu wenig stark oder zu wenig gut für die Stelle. Einzig Mary Poppins kann den Kindern Paroli bieten. Allein ihr Auftritt ist imposant: Sie kommt per Regenschirm angeflogen. Mit Strenge, Liebe und Magie öffnet sie später ihren Schützlingen die Augen für die Welt. Und dafür, dass man sich um seine Mitmenschen kümmern sollte. Das bedeutet auch, Arbeiter aus tieferen sozialen Schichten zu respektieren – zum Beispiel Kaminfeger. Damit hat Mary Poppins Generationen berührt.

Julie Andrews machte Mary Poppins berühmt

Nun nimmt sie Kurs auf Zürich, im Februar feiert das nach ihr benannte Musical seine Schweizer Premiere. Das Stück basiert auf den «Mary Poppins»-Romanen der australischen Schriftstellerin P. L. Travers (1899–1996) aus den 1930er-Jahren und auf der legendären Disney-Verfilmung von 1964. Darin eroberte Julie Andrews (80) als Mary Poppins die Herzen der Kinobesucher – und darüber hinaus je einen Oscar und Golden Globe als beste Hauptdarstellerin sowie einen Grammy für «Beste Aufnahme für Kinder». Dieser Auftritt sollte – neben «The Sound of Music» – Andrews eindrücklichster bleiben.

Erstaunlich: Die Musicalfassung ihrer Geschichte ist erst zwölf Jahre alt. 2004 kam sie am Londoner West End zur Uraufführung, 2006 folgte die Premiere am Broadway in New York. Und auch das Bühnenstück landete im Glück: zwei Olivier Awards und einen Tony Award, unter anderem für Choreografie und Bühnendesign. Zwölf Millionen Fans haben das Stück bislang gesehen.

Ein Grund für den Erfolg über all die Jahrzehnte sind die Ohrwürmer, allen voran der Gassenhauer «Supercalifragilisticexpialigetisch». Sie werden mit Witz, vielen Tanzeinlagen und Illusionen aneinandergereiht. Für Letztere zeichnet Jim Steinmeyer (57), der Trick-Master von David Copperfield (59), verantwortlich. Denn Super-Nanny Poppins muss nicht nur mit dem Regenschirm übers Publikum fliegen, sondern auch sperrige Möbel aus ihrer Handtasche ziehen.

MARY POPPINS – DAS MUSICAL
01.02.-19.03.2017, Theater 11 Zürich
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