Banksy ist Guerilla-Künstler und Genie, niemand versteckt sich so medienwirksam wie er – und ist dabei so sichtbar: Eine Ausstellung in Basel vereint die Werke und das Wirken des weltweit aktiven Provokateurs.

Schredder-Art
Banksys spektakulärste Aktion: Im altehrwürdigen Londoner Auktionshaus wurde 2018 eines seiner Werke für rund 1,3 Millionen Franken versteigert. Als der Hammer fiel, wurde das Bild von einem ferngesteuerten Reisswolf im Rahmen in schmale Streifen geschnitten, wenn auch nur zu Hälfte. Das zerstörte Bild wurde dadurch um so wertvoller.

Niemand weiss, wer Banksy wirklich ist und wie er aussieht. Doch seine Kunst ist überall, und seine Werke sind bekannt. Einfache Botschaften, oft im Kontext zur Aktualität und direkt eingebettet in die Orte, wo sie auftauchen. Meist unterwegs mit Spray, Schalk, Schablone und medienwirksamen Aktionen ist der sagenumwobene Banksy einer der raffiniertesten, aber auch engagiertesten Künstler der Gegenwart. Irgendwo zwischen Beuys, Jeff Koons und Andy Warhol einzuordnen.

Spekuliert wurde auch, dass es sich bei ihm um den Schweizer Künstler und Bankier-Spross Maître de Casson handle, was dieser aber bestreitet. Banksys Werke tauchen unverhofft rund um den Globus auf, oft an Lokalitäten mit politischem oder gesellschaftlichem Bezug – sei es im Gazastreifen, an Flüchtlingsrettungsbooten oder im Disneyland-Resort in Kalifornien, wo er eine einem Guantanomó-Häftling nachempfundene Puppe installierte.

In Basel sind ab März 100 Originalwerke und Objekte des Guerilla-Künstlers zu sehen, die sein bisher 20-jähriges Schaffen darstellen. Das Material für diese Exposition stammt vollständig aus privaten Sammlungen. Ausstellungsmacher Gianluca Marziani resümiert: «Banksy übertrifft die übliche Kunst, die wir bisher gekannt haben. Er formuliert Regeln, Bräuche und Gewohnheiten neu.»

BANKSY – Building Castles in the Sky
12.02.2021 – 30.05.2021, Messe Basel
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