Roy Orbison In Dreams 2018
Sein Sohn Alex (42) lässt seinen Vater wiederauferstehen.

Vor 30 Jahren starb der US-amerikanische Sänger Roy Orbison († 52). Nun kehrt der Gigant dank modernster Technik auf die Bühne zurück – und bringt damit seinen Sohn Alex zum Weinen.

Leben: Mit Hits wie «Oh, Pretty Woman» oder «Crying» feierte Roy Orbison Welterfolge. Doch sein Leben wurde von vielen Tragödien heimgesucht. 1966 starb seine erste Frau Claudette bei einem Motorradunfall. Das Paar hatte drei Söhne. 1968 brannte sein Haus nieder, nur der jüngste Sohn Wesely und dessen Grosseltern überlebten. Seine Trauer verarbeitete Orbison nicht in der Musik: «Mein Herz ist gebrochen. Da kann ich nicht über Herzschmerz schreiben.»

«Mein Herz ist gebrochen. Da kann ich nicht über Herzschmerz schreiben.»

Tod: Roy Orbison blieb nicht lange allein. 1969 heiratete er seine zweite Frau Barbara, mit der er die Söhne Roy Jr. und Alex hat. Es folgte ein Bandprojekt: Anfang 1988 gründete Orbison zusammen mit George Harrison, Jeff Lynne, Tom Petty und Bob Dylan die Band The Traveling Wilburys. Ihr Album «The Traveling Wilburys Vol. 1» verkaufte sich millionenfach – was Orbison nie erlebte. Er starb noch vor Veröffentlichung am 6. Dezember 1988 an einem Herzinfarkt.

Roy Orbison In Dreams 2018
Mit sechs Jahren bekam Roy Orbison seine erste Gitarre. Laut dem Magazin «Rolling Stone» steht er auf Platz 13 der grössten Sänger aller Zeiten.

Auferstehung: 30 Jahre nach seinem Tod kehrt Roy Orbison als Hologramm auf die Bühne zurück. «Die Show ist sehr surreal», sagt Sohn Alex Orbison. «Während der ersten paar Songs konzentriert man sich wie wahnsinnig, bis man merkt, wie echt es ist. Dann erst kann man sich entspannen und es geniessen.» Der Schlagzeuger tourte mit eigenen Bands und führt nun – zusammen mit seinen zwei Brüdern – das Familienbusiness weiter. Im Einklang mit einem Live-Orchester und dank modernster Technik kann man Roy Orbison so erleben, als würde er leibhaftig auf der Bühne stehen.

Ruhm: «Manchmal muss ich weinen, meist aus Stolz und nicht aus Traurigkeit», erzählt Sohn Alex. «Es ist beeindruckend, wie echt alles wirkt.» Für ihn ist der Job eine Ehrensache, er selbst sei auch ein grosser Fan der Musik seines Vaters: «Ich kenne viele Leute, die durch mich zu der Musik von Roy gefunden haben.» Mittels Hologramm wollen die Geschwister ihren Vater in Erinnerung behalten – und mit seiner Musik auch jüngere Generationen ansprechen. Dass gewisse Menschen eine Hologramm-Show eines Verstorbenen als absurd oder gar pietätlos ansehen, stört ihn nicht: «Alle Leute sollen und dürfen ihre eigene Meinung haben», sagt er. «Ich weiss aber, dass es viele Leute gibt, die Roy wirklich gerne sehen wollen. Und genau das möchten wir ermöglichen.»

ROY ORBISON IN DREAMS
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