Senna Gammour 2016
Will keine Komikerin sein: Senna Gammour.

Durch ihre Zeit bei Monrose wurde Senna Gammour berühmt. Jetzt kommt sie mit einem Bühnenprogramm unter anderem auch in die Schweiz. Eine Komikerin will sie dabei aber trotzdem nicht sein.

In ihrem ersten Bühnenprogramm gibt Gammour ihren «Tulpen» – so nennt sie ihre Fans, benannt nach ihrer Lieblingsblume – Tipps gegen Liebeskummer. «Nach der Show werden die Tulpen Königinnen.»

Bis 2012 war Senna Gammour bekannt als Mitglied der deutschen Girlgroup Monrose, seither macht sie sich auf sozialen Medien einen Namen. «Ich möchte diese Zeit nicht missen, noch heute trete ich mit ‹Hot Summer› auf.» Ob im neuen Programm auch gesungen wird, lässt Gammour unkommentiert.

Durch ihre Instagram-, Snapchat-, Youtube- und Facebookvideos ist Gammour auf die Idee dieser Tournee gekommen. Dort stellt sie Probleme und Unterhaltungen aus dem Frauenalltag nach und bringt so ihre Fans zum Lachen. Im Publikum seien deshalb vor allem Frauentruppen zu sehen. «Und manchmal auch die schwulen Kumpel», sagt sie und lacht. Heterosexuelle Männer sind seltener zu sehen – komischerweise, wie sie findet. «Die könnten von mir viel lernen! Wie sie eine Frau kennenlernen und wie sie ihre Partnerin behandeln sollen», sagt sie. «Dann verstehen sie die Frauen endlich richtig.»

Wann kamen Sie auf die Idee, als Komikerin aufzutreten?

Diese Frage muss ich wohl jetzt ewig beantworten, aber ich bin keine Komikerin. Obwohl mein erster Auftritt im Berliner «Quatsch Comedy Club» war, bin ich Entertainerin. Ich kann ja nichts dafür, dass das Publikum lacht, wenn ich auf der Bühne etwas erzähle. Es wär den Comedians gegenüber nicht nett, wenn ich mich als Komikerin bezeichnen würde.

Worum gehts in Ihrem Programm «Liebeskummer ist ein Arschloch»?

Ich gebe Ratschläge, die jeder für sein Liebesleben nutzen kann. Wie man beispielsweise eine Trennung am besten verarbeitet. Jeder, der bei der Premiere dabei war, war überrascht. Jede Frau wird sich in gewissen Storys wiederkennen. Und Männer lernen Frauen besser zu verstehen.

Vermissen Sie Monrose?

Natürlich. Aber ich würde jede Zeit vermissen, die Gutes gebracht hat. Wie beispielsweise ein guter Partner, den man vermisst. Aber ich bin jetzt nicht traurig, sondern vermisse die Band im positiven Sinn.

Sie sind auf vielen sozialen Medien vertreten. Haben Sie eine Lieblings-App?

Ja, Snapchat. Man kann in einem kurzen Moment seine Emotion mit seinen Followern teilen. Man ist viel näher bei den Followern. Beispielsweise sehen sie mich manchmal ungeschminkt.

Bekommen Sie Nachrichten von Verehrern auf sozialen Medien?

Ich bekomme solche Nachrichten täglich, aber ich nehme das nicht ernst. Das ist für mich virtuell, obwohl es Pärchen gibt, die sich im Internet kennengelernt haben. Aber: Ich bin kein Flirtmeister, es ist schwierig, mich anzuflirten. Da reicht keine Facebook-Nachricht.

Auf Instagram sieht man Sie beim Bachelor-Gucken mit Freundinnen. Was halten Sie von der Sendung?

Die Sendung heisst «Bitchelor». Von der Sendung halte ich gar nichts, das sind 22 Weiber, die sich auf einen Typen stürzen, der schlussendlich sowieso nicht mit einer zusammen sein wird und womöglich sogar schwul ist.

SENNA GAMMOUR
Fr 27.1.17 Rhypark Basel
Sa 28.1.17 Volkshaus Zürich
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