Montreux, 29. Juni 2019, kurz vor 17 Uhr: Tausende Besucher warten in der brütenden Hitze darauf, Einlass ins Stade de la Saussaz zu erhalten, um die britische Pop-Legende Elton John live zu sehen. Hardcore-Fans bereits seit Stunden. Und genau jetzt zeigt sich, ob sich der Einsatz von Alex Cleis und Mariano Cerullo bewährt. Die beiden Ticketcorner-Mitarbeitenden sind gemeinsam mit ihren Kollegen von den IT-Services für die effiziente, sichere Zutrittskontrolle von 5’000 Events pro Jahr zuständig – und auch nach Jahren vor jedem Einlass noch ein wenig nervös. So auch am Montreux Jazz Festival.

Ein erstes hohes «Beep» ertönt. Gefolgt von tausenden weiteren. Für Mariano Cerullo, der drei Tage am Festival vor Ort ist, in diesem Moment das angenehmste Geräusch der Welt. Denn ein hoher Ton bedeutet, dass der Scanner ein Ticket erfolgreich eingelesen hat – und die Leute aufs Gelände strömen können. Ein Erfolg für das eingespielte Access-Team, das im Vorfeld das technische Material konfiguriert und getestet hat. Kommt es aber auch mal vor, dass Geräte einen tiefen Ton von sich geben, also Probleme beim Einlass entstehen?

Alex Cleis (links im Bild): «Wir haben das Glück, mit EVENTIM.Access ein super Produkt betreuen zu dürfen, das keine Wünsche offenlässt. Etwas Nervosität gehört dazu und bedeutet, dass nicht zu viel Routine ins Spiel kommt. So sind wir auch stolz darauf, dass seit Einführung der Lösung alle Einlässe zur vollen Zufriedenheit der Kunden durchgeführt werden konnten.»

Damit bezieht sich der ehemalige Koch und spätere Promotion und Product Manager bei Universal Music Schweiz auf alle Einlässe der letzten zwölf Jahre, während denen er schon bei Ticketcorner im Einsatz ist. Und fügt küchensprachlich an, dass ein gutes Mise-en-place die halbe Miete sei – sowohl in seiner Freizeit, wenn er seine Familie und Freunde nach eigens kreierten Rezepten bekocht, als auch im Beruf bei der Zutrittskontrolle unterschiedlich komplexer Events.

Teamkollege Mariano Cerullo – in Italien geboren und im Wallis aufgewachsen – schätzt die Abwechslung, die der Job mit sich bringt, und ist gerne viel unterwegs statt nur im Büro. So wie jetzt während der Festivalzeit, wo sie ungefähr 70 Prozent der Zeit in den Veranstaltungsstätten verbringen. Einen gewöhnlichen Büroalltag könnte sich der seit Juli zweifache Familienvater nicht vorstellen. Vor seiner Zeit bei Ticketcorner bildete er sich zum Automechaniker aus und war Quereinsteiger in der Qualitätssicherung bei Nespresso. Dass er immer in Bewegung bleiben möchte, zeigt sich auch in seiner Freizeit, in der er kürzlich das Diplom «Wirtschaftsinformatiker HF» erlangt hat und Einsätze bei der Feuerwehr leistet.

Mariano Cerullo (rechts im Bild): «Es gehört zu unserer Arbeit dazu, immer erreichbar zu sein, gerade während der Festivalsaison. Die meisten Einlässe verlaufen nicht zu Bürostunden und verlangen ein hohes Mass an Flexibilität. Wir stehen den Veranstaltern also zu jeder Tageszeit beratend zur Seite und sind in engem Kontakt mit ihnen. Daraus entwickeln sich nicht selten auch gute Freundschaften.»

Elton Johns Wunsch sei dem Access-Team Befehl

Alex, Mariano und in Spitzenzeiten bis zu drei weitere Mitarbeitende stellen sicher, dass weit über 300 Scanner pro Jahr jederzeit funktionsfähig im Einsatz sind. Denn es sollen schon mal mehrere Millionen Tickets pro Jahr damit geprüft werden. 36 Scanner benötigten sie in Montreux, 32 davon für das bisweilen grösste Konzert im Rahmen des 53-jährigen Festivals: Elton John. Dieser wollte auf seiner Abschiedstournee lieber an einem statt zwei Abenden auftreten, dafür vor grösserem Publikum. Für den Veranstalter bedeutete das die Organisation einer neuen Location, dem Stadion de la Saussaz inmitten von Rebbergen. Ohne Verpflegungsstände und Schattenplätze rund herum. Und das Access-Team musste mit über 15’000 Besucherinnen und Besuchern rechnen, die aus der Sonne und schnellstmöglich ins Stadion gelangen wollten.

Mariano kam ordentlich ins Schwitzen – wenn auch nur aufgrund der hohen Temperaturen. Der Einlass ging zügig über die Bühne. Pünktlich zu Konzertbeginn waren alle Leute da, wo sie sein sollten. Danach galt es natürlich auch noch, das Material wieder einzusammeln, auf Vollständigkeit zu prüfen und Statistiken zu den Einlasszahlen für den Veranstalter zu erstellen. Mit Live-Musik von Elton John im Ohr ging dabei aber sogar die drückende Hitze etwas vergessen.

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