What Josephine Saw 2017

Aus eins mach vier. Mit dem zweiten Album von What Josephine Saw bricht bei der Zürcher Indie-Combo eine neue Ära an. Statt nur der Sänger, singt jetzt die ganze Truppe. Zeit, die Indie-Rock-Band unter die Lupe zu nehmen.  

«There Is More» heisst die erste Single des neuen Albums. Stimmt. Statt nur einer, gibt es nun vier singende Stimmen. Nach dem Abgang von zwei Musikern wollte die Band unisono weitermachen. Also ohne Lead-Sänger, sondern als Gesangsquartett sozusagen. Das tut What Josephine Saw gut. Dimitri, Max, Giulian und Jannik bringen so noch mehr Tiefe in ihre Songs. Die erste Single zeigt: Da ist wirklich mehr – auch musikalisch. Passend zum Video mit dem Velofahrrennen schiebt der Song ganz schön nach vorne.

Bei allem Neuanfang: Die Liebe zu Frankreich ist geblieben. Genau wie das Debütalbum haben What Josephine Saw auch die zweite Platte «Set A Fire» in der Bretagne aufgenommen. Und zwar zusammen mit dem irischen Produzenten David Odlum, der schon für dEUS oder The Frames die Regler geschoben hatte. Das Album ist eine Momentaufnahme von vier Studiotagen. Auf künstliche Effekte oder aufwändige Computerbearbeitung hat die Band verzichtet, dafür dem Indie-Rock immer wieder Surfsounds beigemischt.

Wer energiegeladenen, weitläufigen Indie-Sound mag und sich gerne Zeit für dreiminütige Gitarrensoli nimmt, sollte sich die kommenden Shows von What Josephine Saw nicht entgehen lassen.

WHAT JOSEPHINE SAW
Mi 4.1.17, Bar 3000 Zürich
Fr 19.5.17 Café Kairo Bern

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