Ein langer Skitag auf der Piste macht nicht nur Spass, sondern kostet auch ganz schön viel Energie. Früh morgens geht man auf die Piste, fährt einige Stunden Ski und freut sich dann auf die wohl verdiente Mittagspause. Doch wie pausiert man richtig? Was wird gegessen, um auch den Nachmittag fit zu überstehen? Wir haben Ihnen einige Tipps zusammen gestellt, wie Sie Ihren Lunch beim Skifahren richtig gestalten.

Sicherheit beim Skifahren geht vor. Dazu zählt nicht nur die passende Ausrüstung, sondern auch die richtige Ernährung. Erfahrene Pistenjäger wissen, dass die sportliche Betätigung in den Bergen die Muskeln ordentlich in Anspruch nimmt. Entsprechend sollte also auch die Ernährung an dieses Pensum angepasst werden. Wie das am besten geht, erklären wir Ihnen anhand folgender vier W-Fragen.

Wann?

Viele Skifahrer, die man auf der Piste antrifft, sind oftmals Feriengäste, die nicht regelmässig fahren und vielleicht zweimal im Jahr auf den Hölzern stehen. Sie kommen oftmals von weit her, um ihren Urlaub zu verbringen. Da steigt das Verletzungsrisiko aufgrund Müdigkeitserscheinungen enorm – in einzelnen Fällen äussert sich das auch schon vorab mit Muskelbeschwerden, die bei Überanstrengung vorkommen können. Da ist ein Ausflug auf die Piste von 10 Uhr morgens bis 17 Uhr abends nicht ganz ohne, denn man ist trotzdem rund sieben Stunden auf den Beinen, sieben Stunden in Bewegung – man treibt sieben Stunden Sport am Stück mit wenigen Erholungspausen. Daher gilt, dass man den Tag vorher schon grob einplant und beispielsweise die Session vor dem Mittagessen länger gestaltet als die am Nachmittag, da der Körper morgens mehr Energie hat also beispielsweise gegen den Abend. Wichtig dabei ist einfach, dass man sich nicht erst am Mittag überlegt, wo man die Pause einlegen möchte, sondern die gewünschte Lokalität in die Tagesplanung einberechnet, um Stress zu vermeiden und somit neue Kraft tanken zu können.

person pouring coffee in mug
Heisser Tee auf der Piste wärmt nicht nur von innen, sondern hält den Kreislauf auf Trab.

Wo?

Das A und O: Warm und trocken mit der Möglichkeit zur Erholung. Ob das eine Skihütte, ein Restaurant oder ein Aufenthaltsraum in einer Gondelstation ist, ist jedem selbst überlassen – es soll einfach nicht im kalten Nass draussen im Schnee passieren, weil sich dort der Körper von der sportlichen Aktivität nicht erholen kann.

Wie?

Jeder weiss: Skischuhe sind nicht die komfortabelsten Treter, wenn es darum geht, einen von A nach B zu tragen. Erfahrene Skifahrer lösen selbst auf der Gondelbahn kurzzeitig die Schnallen, um das Bein sowie den Fuss atmen und die Durchblutung zirkulieren zu lassen. Wem das auf dem Lift ein zu grosses Risiko ist, sollte dies aber zumindest in der Mittagszeit machen, um den Füssen eine Pause zu gönnen, damit sich diese erholen können. Des Weiteren sollte die dicke Skiausrüstung mit Jacke, Pulli, Mütze & Co. ausgezogen sein, damit man nachher auf der Piste nicht friert, weil sich der Körper an das Klima im Warmen gewöhnt hat.

selective focus photography of fork with spaghetti
Ideal: Ein Teller Spaghetti an einer leichten Tomatensauce stillt nicht nur den Hunger, sondern enthält auch genug Kohlenhydrate.

Im Idealfall beträgt die Dauer der Mittagspause zwischen 30 und 60 Minuten. Da bleibt genug Zeit eine kräftigende Mahlzeit zu sich zu nehmen, sich zu entspannen und dann mit frischer Energie die Session am Nachmittag in Angriff zu nehmen. Um reibungslos in diese zu starten, empfehlen wir vorrangig einige kleine Aufwärmübungen. Ein zehnminütiges Dehnen und Stretchen reicht da schon aus, um den Kreislauf wieder in Fahrt zu bringen.

Was?

Das Wichtigste – nicht nur während der Mittagspause – ist Flüssigkeit. Während man die Pisten runterbrettert, verbrennt man ordentlich Kalorien und schwitzt somit, auch wenn der Anschein aufgrund des kühleren Klimas nicht so rüberkommt und man denkt, dass man kaum geschwitzt hat.

Der Flüssigkeitsbedarf (Kälte, Höhe, körperliche Anstrengung) darf nicht unterschätzt werden – mindestens 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit sollte man während eines Skitages zu sich nehmen und auch abends noch einmal die gleiche Menge trinken. Wir empfehlen: Isotonische Getränke (Saftschorle im Verhältnis Wasser/Saft 2:1; alkoholfreies Weizenbier), Tee (gut auf der Piste, wärmt von innen) oder einfach Wasser. Vorsicht bei Alkohol (!): Die Leistungsfähigkeit und das Reaktionsvermögen nimmt schon bei geringen Mengen massiv ab und lässt den Körper zusätzlich dehydrieren.

Riegel, Blätterteig
Müsli- und Proteinriegel sind perfekt geeignet für den kleinen Hunger zwischendurch und sie passen in jede Jacke.

In Sachen Speisen sind kaum Grenzen gesetzt, aber klar ist natürlich, wer grosse, fettige Portionen zu sich nimmt, wird nach der Mittagspause träge und schlapp. Der Körper braucht länger, um wieder auf Touren zu kommen. Wir empfehlen typische Sportlernahrung mit ordentlich Kohlenhydraten: Pasta an einer leichten Tomatensauce, Pouletgeschnetzeltes mit Reis (und Salat), (selbstgemachte) Brote mit leichtem Käse oder ähnliche Gerichte.

Wie auch sonst im Alltag gilt, dass man nicht auf einmal viel isst, sondern über den Tag verteilt immer wieder mal etwas zu sich nimmt. Daher kann zwischendurch eine Banane, ein Müesliriegel oder das klassische Eingeklemmte nicht schaden, sondern ist sogar förderlich, dass man mittags nicht einen Riesenkohldampf hat und danach in ein «food coma» fällt.

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